zurück

So viel Wert wie ein weggeworfenes Plätzchen
Traum vom 13.02.2003 und folgende Erlebnisse

Ich befand mich auf dem Weg zur Kirche. Wobei ich das Wissen hatte, dass es zur Sonntagsmesse in einer bestimmten Kirche ist (ich wurde auf das Kopfsteinpflaster vor dieser Kirche, als Erkennungszeichen, besonders aufmerksam gemacht). Die anderen Messbesucher gingen alle denselben Weg wie ich zur Kirche. Dieser führte durch Blumenbeete. Mitten zwischen den Gläubigen war ich zugegen und versuchte mich innerlich auf die Heilige Messe vorzubereiten. Plötzlich sah ich, wie die unmittelbar vor mir gehenden, den eucharistischen Herrn von einem Kommunionhelfer überreicht bekamen. Es war, als wenn sie ihm nicht viel Bedeutung beimessen würden. Die Frau vor mir steckte Jesus in den Mund wie ein Plätzchen. Als ihrem Mann die Hostie gereicht wurde, fiel eine weitere Hostie auf den Weg. Er hatte es selber bemerkt, doch lief er weiter als wäre nichts gewesen. Innerlich erschüttert blieb ich stehen und ging in die Hocke, um die Hostie zu schützen, damit niemand auf sie trat. So wurden andere Gläubige auf mein Verhalten aufmerksam und blickten hin, wo vor ich halt machte. Niemand schenkte der Hostie Beachtung, man sah mich mit einem unverständigen Blick an. Ich las die Frage in den Gesichtern: „Warum benimmst du dich nicht wie alle anderen und gehst einfach weiter?“ Da sah ich mit einem Mal noch mehr Hostien auf dem Weg liegen und die Gläubigen gingen einfach über sie hinweg.

Es wurde mir eine Hostie sehr genau gezeigt, die zerstört war, eine andere die bereits zertreten und beschmutzt war (diese Hostie war heller als die anderen und hatte eine Prägung, ein Kleeblattkreuz und einen verzierten Rand – wie man es bei uns eigentlich nicht kennt). Ich begann die Hostien aufzusammeln, wobei mir jemand aus meiner Familie half. Nachdem wir die auf dem Weg liegenden Hostien aufgelesen hatten, sammelten wir jene ein, die im Blumenbeet und unter Sträuchern lagen. Wir fanden in dem Beet eine Art Hostien, bei denen ich sofort spürte, dass sie nicht konsekriert sind. Dann stieß ich auf eine ganze Packung und fand die Bestätigung, dass es nur weggeworfene oblatenähnliche Plätzchen waren, die aussahen wie Hostien.  

Hier eine Nachbildung 

 

Die Heilige Messe hatte längst begonnen, bis wir alle Hostien aufgelesen hatten. Wir zählten sie und kamen bis dreiundfünfzig. Da stoppten wir, weil es Zeit wurde in die Kirche zu gehen. Es waren aber noch mehr, die vermutlich während einer Kommunionspendung am Sonntag in dieser Kirche wirkungslos empfangen wurden. Als wir am Hintereingang der Kirche eintraten, legte ich den eucharistischen Herrn in eine Schale und trug ihn nach vorne in seine Kirche. Da erwachte ich aus meinem Traum...

Zunehmend sahen wir in der Vergangenheit, wie gerade bei den Sonntagschristen fast überhaupt kein Glaube mehr an das Größte und Heiligste, „die Eucharistie“, bestand. Es ist und bleibt in jeder Hostie: Gott der Schöpfer, der Geber, der Retter und Richter! Was bedeutet er den Gläubigen noch? Im Traum hat Jesus es gezeigt: Ignoranz, Kälte, Gleichgültigkeit. Das muss er, der Herr des Universums, der König der Könige, hinnehmen anstelle von Ehrfurcht, Liebe und Anbetung. Es ist wie zu einem Dogma geworden, keine Gefühle und Empfindungen mehr für Gott zuzulassen. Man denkt vielfach nicht einmal mehr an ihn und die Mehrheit weiß nicht mehr was sie tut.

Sage mir einer, wie Gott uns mehr zeigen könnte wie sehr er uns liebt, als sich so zu verdemütigen in der Heiligen Eucharistie! Wer darüber nachdenkt und ehrlich ist, wird keine bessere Idee haben.  

 

 

 

 

Jesus wünscht sich von uns, dass wir uns Seines heutigen, bitteren Leidens, unter dieser Kälte und Gleichgültigkeit, bewusst werden und ihm beistehen, Anteil nehmen an seiner Agonie. Jesus leidet jetzt in Seiner Kirche mehr, als anderswo in dieser Welt. Denn die Kirche ist zum Heil des Menschen errichtet, in ihr ist er offenbar. Sie besitzt die Fülle der Wahrheit und das, welches alles Leben in sich birgt, die Heilige Eucharistie. Es geht nicht zu sagen: „Die gehen wenigstens noch in die Kirche!“ Jesus selbst hat uns gemahnt, dass Er die Lauen ausspeien wird. Ohne das Mitwirken der Gläubigen gibt es kein Heil!

Im Gebet offenbarte mir der Herr, dass er mir wirklich zeigte, was er den vielen noch bedeutet. Er selbst vergleicht sich in den Hostien mit weggeworfenen Plätzchen. Ja, er wird weggeworfen und von den Leuten zertreten, wenn man ihn gleichgültig empfängt. Hiermit weist er uns zugleich hin auf 1 Kor 11,29, wo es heißt: „Denn wer davon isst und trinkt, ohne zu bedenken, dass es der Leib des Herrn ist, der zieht sich das Gericht zu, indem er isst und trinkt.“

Das Hauptproblem besteht im Schweigen der Hirten. Kaum mehr erwähnt wird die notwendige Umkehr, um das Heil zu erlangen und des ewigen Lebens würdig zu werden. Das zweite Vatikanische Konzil lehrt: „Dennoch ist die Taufe nur ein Anfang und Ausgangspunkt, da sie ihrem ganzen Wesen nach hinzielt auf die Erlangung der Fülle des Lebens in Christus.“    Wenn das nicht mehr im Sinn der Gläubigen steht, was suchen sie dann in der Kirche? Was man nicht mehr hört, das glaubt man auch nicht mehr. Eine gute Predigt oder Katechese ist für die meisten Sonntagschristen heilsamer als die Eucharistie. Denn der falsche Empfang dieser bewirkt genau das Gegenteil, wie wir in 1 Kor 11,30-34 erfahren: „Deswegen sind unter euch viele schwach und krank und nicht wenige sind schon entschlafen... Wer Hunger hat, soll zu Hause essen; sonst wird euch die Zusammenkunft zum Gericht... “  Wer weiß denn z.B. noch, dass es unzulässig ist, nach einer aus eigener Schuld versäumten Sonntagsmesse, ohne gebeichtet zu haben wieder zur Kommunion zu gehen.

Vor kurzer Zeit habe ich einen Priester gefragt: „Wie sollen wir uns verhalten, wenn wir wissen, dass evangelische Christen, die Heilige Eucharistie empfangen?“ Ich erhielt zur Antwort: „Nichts, das müssen die selber verantworten“. Daraufhin erwiderte ich: „Wie können die etwas verantworten, was sie nicht wissen? Erst einmal tragen diejenigen die Verantwortung, die es wissen und lehren müssen“.

Am vergangenen Sonntag, als ich zur Kirche kam, war gerade das Amt für die Karnevalsfreunde zu Ende. Ich wartete vor der Kirchentür und ließ diese erst herauskommen, bevor ich eintrat. Während sie aus der Kirche kamen, blickte ich sie an und suchte Jesus unter ihnen, etwas von ihm, in ihnen (wahre Freude, Liebe, Zufriedenheit...). Ich fand ihn nicht! Dies ist ein schlechtes Zeichen, zumal dann, wenn man vom Tisch des Herrn kommt. Maria, die Mutter des Herrn, sagte mir im vergangenen Oktober, dass Jesus immer noch von zu wenigen aufgenommen wird.

Was können wir tun? Die Aktualität und Dringlichkeit der Fatima – Botschaften möchte ich nennen. Der Erzengel Michael hat uns hier zur größten Ehrfurcht vor der Heiligen Eucharistie aufgefordert. Die Hirtenkinder sollten ihr Haupt neigen, bis zur Erde und Gott in tiefster Ehrfurcht, in diesem Geheimnis, anbeten – als Vorbild für alle Gläubigen. Lucia pflegte dies bis zum letzten Tag, ihres Lebens. Dabei sollen wir zur Sühne beten: „...Ich bitte dich um Verzeihung, für all jene, die nicht glauben,  nicht anbeten, nicht  hoffen und Dich nicht lieben.“ Weiter sollen wir Jesus dem Vater darbringen, mit den Worten „... der in allen Tabernakeln der Welt gegenwärtig ist, zur Sühne für die  Schmähungen, Entweihungen und  Gleichgültigkeit, durch die er selbst beleidigt wird.“  (Das Gebet steht in meinem Buch „Aus der Finsternis ins Licht“).

Ich weise ausdrücklich auf das „Ich“ in diesen Gebeten hin. Ein einzelner vermag mit seinem aufrichtigen Gebet bei Gott unendlich viel. Außerdem wünschte Maria die Sühnekommunion an jedem ersten Samstag im Monat, die Heilige Messe und Kommunion, in diesem Anliegen aufzuopfern. Ich habe Maria oft dankbar erlebt, wenn ich dieser Bitte nachkam.

Meine lieben Brüder und Schwestern, pflegt eine große Liebe zum eucharistischen Herrn und gedenkt, dass allein die Gottesfurcht der Anfang aller Weisheit ist (Ps 34). Steht Jesus bei in Seiner Verlassenheit und tröstet ihn. Wenn wir die Übel anprangern ist es für die allermeisten, als hören sie eine andere Sprache. Wenn ein Mensch nicht mehr nachsinnt über die Geheimnisse Gottes und der Weisheit Tor verschließt, wie soll Er uns dann verstehen? Deshalb bleibt die stellvertretende Sühne ein notwendiger Bestandteil unseres christlichen Lebens. Beten wir vor allem für unsere Priester, um Mut für Jesus zu leben, für die Wahrheit einzustehen und die ihm anvertrauten Herden zu führen. Ihr meine lieben Priester, nehmt die Angriffe dankbar an, wenn ihr um des Evangeliums wegen bedrängt werdet und überwindet sie in der Kraft des Herrn. Schaut auf Gott und nicht auf die Welt. Geht mit gutem Beispiel voran und denkt an die Worte des Herrn: „...Denkt an den, der von den Sündern solchen Widerstand gegen sich erduldet hat! Dann werdet ihr nicht ermatten und den Mut nicht verlieren“ (Hebr 12,3). Ihr Gläubigen, stützt die Priester mit eurer Liebe und eurem Gebet, in ihrem schweren Dienst!

Worte von Papst Johannes Paul II: „...Wir dürfen nicht entmutigt sein, wenn mitunter die Verkündigung des Wortes nur zum Teil angenommen wird. Mit Hilfe Christi, der die Welt besiegt hat (vgl. Joh 16,33), besteht das wirksamste Mittel darin, mit der ruhigen, aber mutigen Verbreitung des Evangeliums fortzufahren, „ob man es hören will oder nicht“ (2 Tim 4,2).

Am vergangenen Gründonnerstag (2003) ist ein Schreiben, bezüglich des richtigen Umgangs mit der Eucharistie vom Papst veröffentlicht worden. Dazu ein weiteres, von der Gottesdienstordnung und Glaubenskongregation, „was einzuhalten und zu unterlassen ist“ beim Umgang mit der Heiligen Eucharistie und Mitfeier der Heiligen Messe. (Nr. 159 u. 164, sie sind erhältlich bei jedem Bischöflichen Ordinariat).

Lange dachte ich darüber nach, was die Person die mir half, die Hostien einzusammeln, eigentlich damit zu tun hat. Sie ist eine sehr mitfühlende Person und leistet vermutlich, durch ihre innere Anteilnahme, Sühne. So kann jeder Mitfühlende etwas wiedergutmachen. Ich denke häufig, dass Jesus in der Eucharistie das selbe erleiden muss wie damals vor Pilatus, als er verurteilt, gegeißelt und misshandelt wurde und die Seinen konnten ihm nur vom Herzen her beistehen.

Zu der Zeit meines Traumes und dessen, was ich bis hierhin aufschrieb, lag ich krank im Bett. Es kamen Gedanken über mich, das alles vielleicht deshalb erlebt zu haben, weil dies mein Leben ist und mich zu sehr beschäftigt. Diese Gedanken waren nicht vom Heiligen Geist und auch nicht, dass sich mein Finger während des Aufschreibens entzündete. Das alles war ein Werk dessen, der es verhindern will, dass andere diese Dinge erfahren. Ich bat den Herrn um ein Zeichen der Echtheit des Erlebten. Am Sonntag, dem 15. Februar, ging ich zum erstenmal wieder am Abend zur Heiligen Messe in den Dom. Es fiel mir ein Mann auf, der die anderen Gläubigen störte und ich betete für ihn. Nach dem Kommunionempfang zurück in die Bank gekehrt, sah ich auch diesen Mann zurück von der Kommunion kommen. Er stellte sich mitten in den Dom und zeigt allen Jesus, in der hochgehobenen Hostie. Es war wie ein „Triumph“ des Bösen über das Allerheiligste. Ich stand auf und stellte mich ihm entgegen, mit der Aufforderung mir Jesus zu übergeben. Er drohte mir und tat den eucharistischen Herrn in eine durchsichtige Dose und setzte sich in eine Bank. Ich kniete mich hinter ihn und rief den Erzengel Michael zur Hilfe. Der Mann ging in den hinteren Teil der Kirche und ließ Jesus in der Dose stehen, wo er gesessen hatte. Die Heilige Messe war bereits zu Ende und die Gläubigen standen auf und gingen heraus. Ich ging dem Herrn entgegen. Da nahm plötzlich ein anderer Mann die Dose mit der Hostie und kam mir entgegen. Ich bat ihn mir Jesus zu geben, doch die Dose war leer. “Wo ist Jesus?“ fragte ich ihn und bemerkte, dass er Ihn in der anderen Hand hatte, die er zudrückte. Ich öffnete seine Finger und in seiner Hand lag die zerstörte Hostie. Er sagte zu mir nur: „Das ist übrig geblieben.“ Es war exakt die zerstörte Hostie, die mir zuvor im Traum gezeigt wurde. Ich nahm sie aus seiner Hand und legte sie zurück in die Dose. Dann ging ich mit dem Herrn nach vorne in seine Kirche und übergab ihn dem zelebrierenden Domkapitular (dem ich auch meinen Traum erzählte). Vor der Kirche kam der Mann der Jesus geraubt hatte zu mir und sagte, dass er das eigentlich gar nicht wollte (allerdings nicht ernst gemeint), er wollte eigentlich nur ein bisschen stören (sein Hass gegen die Kirche). Weiter sagte er: „Das ist eh nur Wasser und Mehl. Ich weiß das, ich habe studiert.“

Kurze Zeit später kam ich in eine neue Pfarrei, da ich umgezogen war. Als ich dort das erste Mal die heilige Eucharistie empfing, blickte ich genau auf die Hostie mit jener Prägung, die mir auch gezeigt worden war! Lange Zeit vermutete ich, dass es ein Zeichen für Sakrilegien an diesem Ort sei. In Wirklichkeit war es ein anderes Zeichen, wie ich später noch berichten werde. 

Die Instruktion Redemptionis Sacramentum und die Enzyklika Ecclesia de Eucharistia erhalten Sie bei der deutschen Bischofskonferenz oder auch bei uns rufderliebe@yahoo.de 

 

www.rufderliebe.org