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Die Begegnung mit Gott

 

  Der Mensch sucht. Er sucht sich selbst, er sucht den Sinn seines Daseins, er sucht das Leben in Fülle: Frieden, Freude, Liebe, Gemeinschaft... Er weiß, dass es einen Sinn gibt, dass es eine Fülle gibt und dass es mehr gibt als das Sichtbare. Er weiß, dass er kein Zufall der Natur ist und dass dieses eine Leben nicht alles ist. Wir sehnen uns nach dem Ort, nach der Person, die mich erdacht und mich gewollt hat. Wir wissen vom Wert unserer eigenen Person. Und genauso, dass wir Orientierung brauchen und Regeln für unser Leben. Dies vor allem aus unseren Erfahrungen, dass das Böse existiert und es lügenhaftes „Gutes“ und wahres Gutes gibt. Wir wissen einen einmaligen Weg zu gehen, der zu einem Ziel führt.  

  

  Unsere negativen Erfahrungen mit all dem, was uns Glück versprach, möge etwas gutes haben: Nämlich, unser Leben ernster zu nehmen und dem, der mich immer noch ruft, mich zuzuwenden. Fragen wir immer mehr nach der Wahrheit. Die Wahrheit, die Jesus Christus noch immer verkündet, als das, was uns wirklich frei macht. Sein Wort ist der Maßstab für das Gute und dies hat sich fortlaufend bestätigt gefunden in der Geschichte der Menschheit. Der Mensch ohne Gott lebt mit der Sünde und diese lässt ihn leiden. Die Sünde verbirgt sich hinter all dem, was nicht zu Gott führt, was von ihm trennt und uns täuscht. Christus hat uns den Sinn des Lebens gezeigt. Der nicht nur aus ein paar Werten und schönen Stunden besteht, sondern aus einem Kampf. Einem Kampf um dieses wahre Leben, das hier beginnt und in Ewigkeit besteht.

 

   Wer sich ihm zuwendet, der erfährt ihn- seine Wunder. Wunder der Erneuerung, der Verwandlung, der geistigen und oft auch der leiblichen Heilung. Er bekommt von seinem Licht, seiner Kraft, seiner Fülle. Jesus ist keine Legende und auch nicht nur ein Prophet. Er ist der Erlöser, der Sieger, er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben selber. Wir dürfen uns kein eigenes Gottesbild machen! Er hat sich offenbart und uns den Weg gezeigt. Leider stellten viele sich das Leben mit ihm primitiv, einengend oder langweilig vor. Und durch die Oberflächlichkeit und den Unglauben, ist es für sie dann auch so. Darum wählte man anders...

   Was mich veranlasst Euch dieses zu schreiben, ist, dass ich vor einigen Tagen an der 8. Kreuzwegstation, „Jesus tröstet die weinenden Frauen“, die folgenden Worte vom Herrn hörte: „Seht, mein Herz, voll Mitleid für die Sünder. Wenn ein Sünder mir sein Herz weiht (zuwendet), schenke ich ihm die Bekehrung. Wenn ein Sünder mir traut, findet er Erbarmen. Wer versteht meine Wunder?...“ In seinen Worten fand ich mich selber wieder, ich bin dafür Zeuge was er sagt. Ich fand ein unerklärliches und unvergängliches Glück, eine Heimat in ihm!

   Ihm sich zuwenden, bedeutet: Ihn zu suchen. Zu suchen in seinem Wort und im Gebet, ihm trauen, dass er mir hilft, mich heraus- und hindurchführt. Nehmen wir diese Zeit als Geschenk Gottes an und arbeiten an uns, damit wir ein Neues Herz und ein Neues Denken erlangen, zu dem der Herr uns aufruft. Das geschieht nur durch konkrete Schritte der Umkehr zum wahren Leben.

Maria fordert uns auf, Jesus eine Zeit in die Wüste zu folgen. Sie sagt: „Mein Sohn hat euch den Sieg erworben! Folgt ihm in die Wüste! Mein Sohn ist der Fels, an dem das Böse zerschellt. Mein Sohn ist das Brot von dem ihr lebt. Mein Sohn ist die Stärke der Schwachen“ (06.03.2006).

Diese Wüste bedeutet für uns, die Stille zu suchen, zu fasten und intensiver zu beten. So kämpfen wir gegen die Sünde und schaffen es, ihr zu widerstehen. Die Sünde und das Böse verlieren ihren Geschmack und ihre Macht. Nicht mehr das Fleisch wird über unsere Seele herrschen, sondern die Seele über das Fleisch. Wir werden eine Oase in der Wüste entdecken, in der das lebendige Wasser fließt. In uns selbst wird eine Quelle aufbrechen!

   Auch Verzicht und etwas zu entbehren gehören dazu. Geben wir etwas von unserem Überfluss, etwas von unserer Zeit für Gott, etwas von unserem Geld für die Armen. Stellen wir unsere Wünsche zurück und befreien uns von dem „Alles- haben- wollen“ der Angebote dieser Welt. Auch dieses schafft in uns einen heilsamen Raum, einen Raum für die Gnade und die Begegnung. Der Begegnung mit Ihm, der mich wollte, der mich schuf und mich in seine Fülle führen will.    

 

Haben wir immer das Ziel vor Augen und nehmen wir dazu seine Hilfe, das wahre Licht an! So wird er uns die Gabe des Heiligen Geistes schenken! 

 

Euer Frank Möller